Neuer Trend ‚Virtual Assistant‘ – allseits bereit
Montag, Juni 28th, 2010In Zuge der Globalisierung stehen immer mehr Firmen vor der Frage, wie an ständig wechselnden Orten kompetente Mitarbeiter flexibel verfügbar haben, wie die wechselnde Auftragslage abfangen, wenn Mitarbeiter weiter bezahlt werden wollen, wie allzeit und weltweit auf Support zurückgreifen können.
Die Antwort liegt auf der Hand: per Internet. Einen Namen hat dieser Arbeitsnehmer der Zukunft auch schon: ‚Virtual Assistant‘. Und: Seine Zukunft hat bereits begonnen, der Trend zum virtuellen Mitarbeiter bereits losgetreten. 1998 soll es weltweit 1.000 gegeben habe, allein für die USA steht aktuell die Zahl 10.000 im Raum.
Was verbirgt sich dahinter? Ein ‚Virtual Assistant‘ ist eine selbstständige Person, die in den meisten Fällen administrativ-technische Unterstützung leistet – für Unternehmen oder Privatpersonen, für die sich die ständige Beschäftigung einer Vollzeitkraft nicht lohnt. Die Kommunikation mit ihm findet in der Regel über das Internet statt. Vorteile haben beide Seiten: Der Arbeit-/Auftraggeber zahlt nur für tatsächlich geleistete Arbeit, hat weder Arbeitsplatz- noch Personalnebenkosten zu tragen. Beide Parteien profitieren von der Ortsunabhängigkeit. So können Stellen ggf. auch weltweit ausgeschrieben werden, vor allem, wenn etwa besondere Sprach- oder Ortskenntnisse nötig sind. Der ‚Virtual Assistant‘ wiederum profitiert von der besseren Vereinbarkeit von familiären wie beruflichen Verpflichtungen. Sein Eintritt in die Selbstständigkeit ist mit geringem Kostenaufwand möglich. Eine Internetleitung, ein Computer und ein Headset – mehr Aufwand ist meist nicht nötig, denn das nötige Fachwissen oder Fertigkeiten hat er ja im Kopf.
Die Tätigkeitsbereiche eines ‚virtuellen Assistenten‘ sind vielfältig, je nach Qualifikation auch durchaus anspruchsvoll. Hervorragend outsourcen lassen sich zu ihm Arbeitsbereiche wie etwa Buchhaltung, Blog-Support, Website-Pflege, Email-Management und Kundenakquise. Auch Sekretariatsarbeiten wie Schreibaufträge, Adresspflege, Kundenkorrespondenz und Terminmanagement, dazu Dokumentationen, Übersetzungen, Lektorat und Transkriptionen sind bevorzugte Einsatzgebiete. Aber auch Webrecherchen oder Reiseplanungen können an diesen vergeben werden.
Summa summarum: Ein ‚Virtual Assistant‘ übernimmt die vielen kleinen, aber wichtigen Verwaltungsaufgaben, die oft kein Außenstehender bewusst sieht, aber die wichtige Basis eines Unternehmens sind – und meist zeit- und arbeitsintensiv. Er ist unsichtbar und doch stets auf Abruf bereit. Die rechte Hand kann dabei am anderen Ende der Welt sitzen und ist online dennoch immer erreichbar. Die (Chef)Sekretärin oder Assistentin von einst ist im Technologie-Zeitalter angekommen.
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