Oh lala – „giftige“ Blumengrüße zum Muttertag!?

Nein, es geht nicht um dufte Grüße für verhasste Schwiegermütter – sondern um dem ganz gewöhnlichen, nett gemeinten Blumengruß, den Otto Normalverbraucher der Frau Mama schenkt. Doch die können es im wahrsten Sinne „giftig“ in sich haben, so das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von Öko-Test.

Zu der kam es nicht grundlos. Schon zum Valentinstag im Februar warnte die Floristen-Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt vor Giftsträußen und empfahl den Verbrauchern, in den Blumenläden explizit nach giftfreien und fair gehandelten Blumen zu fragen. Das Verbrauchermagazin Öko-Test (siehe aktuelle Mai-Ausgabe) hat daher nun 22 Blumensträuße probehalber auf giftige Inhaltsstoffe untersuchen lassen. Mit erschreckendem Ergebnis: Gerade mal zwei wurden mit “gut” und zwei weitere mit “befriedigend” bewertet, alle anderen 18 Blumensträuße fielen sang- und klanglos durch.

Blumensträuße zum Muttertag sind laut Öko-Test daher zwar ein blühendes, aber eben oft auch schmutziges Geschäft. Insgesamt hätten die Labors nämlich, so Öko-Test, 56 verschiedene Spritzgifte in den Blumen gefunden. Teils sogar bis zu 20 pro Strauß! Bedenklich sei dabei nicht allein die Anzahl, sondern auch die Art der Substanzen. Elf davon sind in der EU nicht mehr erlaubt, 14 Substanzen sind der amerikanischen Umweltbehörde EPA zufolge „wahrscheinlich oder möglicherweise krebserregend“, weitere vier sind laut Weltgesundheitsorganisation „hoch gefährlich“.

Die Pestizide sind aber nicht nur für die Arbeiterinnen auf den Farmen der Erzeugerländer gefährlich. Die Spritzgifte gasen laut Öko-Test auch nach dem Export weiter aus. In den weiterverarbeitenden Blumenläden oder im heimischen Wohnzimmer. Verbraucher sollten dennoch nicht überrascht sein, dass diese Blumen im deutschen Handel angeboten werden. Denn die Giftspritzerei ist vollkommen legal, weil es keine gesetzlichen Grenzwerte für Blumen gibt.

Selbst Labels wie Fair Flowers Fair Plants (FFP) sollen bei der Auswahl eines Straußes wenig hilfreich sein. Denn sie entpuppen sich oft, so Öko-Test weiter, nur als Papiertiger, weil sie viele der gefährlichen Pestizide erlauben. Daher kein Wunder, dass fast alle Blumensträuße durch den eingangs beschriebenen Öko-Test gefallen sind. Wer Rosen zum Muttertag verschenken möchte, sollte laut den Öko-Testern daher besser auf das Fairtrade-Label achten, das drei der vier besten Sträuße im Test tragen. Eine gute Idee sei es, alternativ Blumen aus dem heimischen Freilandanbau zu verschenken. So haben derzeit etwa kleinblumigen Nelken oder Pfingstrosen Saison.

Übrigens: Heuschnupfler haben auch mit so manchem blühenden Gruß so ihre Probleme – und freuen sich eher über ein blumiges Bild aus Kinderhand.

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Ein Kommentar zu “Oh lala – „giftige“ Blumengrüße zum Muttertag!?”

  1. Wie verseucht die BlumenstrauBe sind zeigt jetzt die neueste Untersuchung des Frankfurter Verbrauchermagazins OKO-TEST …. OKO-TEST – 29.04.2011 OKO-TEST BlumenstrauBe……Giftige Rosen zum Muttertag….BlumenstrauBe zum Muttertag sind zwar ein bluhendes oft aber auch ein schmutziges Geschaft. Wie verseucht die BlumenstrauBe sind zeigt jetzt die neueste Untersuchung des Frankfurter Verbrauchermagazins OKO-TEST Insgesamt haben die Labors 56 verschiedene Spritzgifte in den Blumen gefunden bis zu 20 pro StrauB.

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